Anreise:
Abreise:
Berlin Highlights
East-Side-Gallery – Ein Stück deutsche Geschichte an der Spree
21. Dezember 2017
"Must-Sees Berlin

Die East-Side-Gallery an der Spree bricht in mehrerer Hinsicht Rekorde: Sie ist die längste Open-Air-Galerie der Welt und mit exakt 1.316 Metern auch der längste zusammenhängende Abschnitt der Berliner Mauer, der noch steht. Und sie ist ein absolutes Must-See für Berlin-Besucher.

1,3 Kilometer Berliner Geschichte entlang der Spree

Honecker und Breschnew beim sozialistischen Bruderkuss von Dmitri Wrubel und der durch die Mauer brechende Trabant von Birgit Kinder sind wahrscheinlich die beiden bekanntesten und meistfotografierten Kunstwerke der East Side Gallery. Aber es gibt dort noch viel mehr zu sehen. Über 100 internationale Künstler haben im Frühling 1990 nach der Öffnung der Berliner Mauer damit begonnen, dieses Stück deutsche Geschichte aus Beton zu bemalen.

Ein echtes Stück der Berliner Mauer

Und das Bauwerk ist tatsächlich ein echtes Stück der Mauer am originalen Platz. Die Bilder wurden auf ein Stück der sogenannten Hinterlandmauer gemalt, die die Grenze nach Ost-Berlin hin abschloss. Als die Ereignisse in Berlin sich 1989 überschlugen, kamen viele Künstler aus der ganzen Welt hierher, um die Atmosphäre der Freiheit und des Wandels künstlerisch auf dem verhassten Bauwerk festzuhalten.

Denkmalschutz seit 2009

Die beliebte Sehenswürdigkeit wurde 20 Jahre nach dem Mauerfall saniert, weil sich das Großkunstwerk in einem schlechten Zustand befand. Die meisten der ursprünglich über 100 Werke wurden von den Künstlern wieder neu aufgetragen und strahlen jetzt wieder in knalligen Farben um die Wette. Da sich die East Side Gallery im öffentlichen Raum befindet, ist sie jederzeit frei begehbar. Allerdings ist es auch möglich, spezielle Führungen mit einem der Künstler zu buchen.

 

Wie kommt man hin?

Die East Side Gallery befindet sich in der Mühlenstraße 1 in Friedrichshain, direkt am Spreeufer. Von unserem Hotel ist die Galerie ca. 2,5 km entfernt. Mit der U-Bahn fährt man bis zur Station Schlesisches Tor und geht dann ca. 10 Minuten über die Oberbaumbrücke.

Was muss man dort gesehen haben?

101 großformatige Bilder direkt auf die Berliner Mauer gemalt können kostenlos besichtigt werden. Am bekanntesten ist „Der Bruderkuss“ und der Trabant, der durch die Mauer zu fahren scheint.

Was ist noch in der Nähe?

  • Die Oberbaumbrücke, die die beiden Ortsteile Friedrichshain und Kreuzberg miteinander verbindet.
  • Das Badeschiff ist in den Sommermonaten ein beliebtes Schwimmbad, das direkt in der Spree gelegen und mit Süßwasser gefüllt ist.
  • Die Monster Ronson’s Ichiban Karaoke Bar in der Warschauer Str. 34 bietet ihren Gästen täglich ab 19 Uhr 10 private Karaoke-Kabinen.

Das perfekte Souvenir?

Am besten ein Selfie vor den bunten Kunstwerken. Bloß nicht auf die Idee kommen, ein Stückchen Mauer mitnehmen zu wollen – die East Side Gallery steht unter Denkmalschutz.

Beitragsbild: fotolia © euregiocontent